Umwelttipps des KSJ (1): Der Kassenbon gehört in die schwarze Tonne

Seit dem 1. Januar gilt im Einzelhandel die sog. Bon-Pflicht. Aber wohin mit den vielen Kassenbons, die uns nun beim Bäcker, Discounter, in der Mensa, beim Frisör oder in anderen Geschäften überreicht werden müssen? Sind sie Sondermüll, wie in sozialen Netzwerken verschiedentlich diskutiert worden war? Hierzu gibt es Auskunft vom Experten: dem Kommunalservice Jena.

Es ist richtig, dass Kassenbons auf Thermopapier mit der schädlichen Chemikalie Bisphenol A beschichtet sind. Deshalb stellen sie aber noch lange keinen Sondermüll dar. Heißt: man kann sie über den normalen Restmüll und die schwarze Tonne entsorgen. Keinesfalle gehören solche Kassenzettel in die blaue Tonne (Altpapier und Pappe), denn hier besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass Bisphenol A über recycelte Papierprodukte wie Toilettenpapier in die Umwelt gelangt. Der Stoff Bisphenol A ist hormonell wirksam und kann die Fortpflanzungsfähigkeit von Lebewesen beeinträchtigen. Dies gilt es zu beachten, auch wenn eine Entsorgung über die Altpapiertonne vermeintlich attraktiv scheint, weil dies nicht mit Gebühren wie die schwarze Tonne verbunden ist.

Ein No-Go ist übrigens, das Zerknüllen und „stille“ Entsorgen der Kassenbons auf Straßen oder Fußgängerwegen. Dies kann im Übrigen in Jena schlimmstenfalls sogar zu einem Bußgeld führen.

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