„Es gibt kein Vergessen“ – Die Opfer der „NSU“-Morde: Mehmet Turgut († 25. Februar 2004)

Mehmet Turgut war im Februar vor 15 Jahren zu Besuch bei einem Freund in Rostock, hatte bis zehn Tage vor der Tat in Hamburg gelebt. Der 25-Jährige Türke lebte illegal in Deutschland und arbeitete in einem Döner Kebab-Imbiss. Am 25. Februar 2004 wurde er von den gebürtigen Jenaern Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die gemeinsam mit der Jenaerin Beate Zschäpe die Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ gegründet hatten, zu Boden gebracht, dort fixiert und mit Schüssen in Hals, Nacken und Kopf hingerichtet.

Mehmet Turgut war das fünfte Opfer der „NSU“-Mordserie. Bis zum Dezember 2011 wurde der Name des Opfers, auf Grund einer Verwechslung der türkischen Behörden mit seinem Bruder, als Yunus Turgut veröffentlicht. Beate Zschäpe wurde im letzten Jahr als Mittäterin der Ermordung von zehn Menschen und anderer Taten vom Oberlandesgericht München zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte die zudem bei ihr die besondere Schwere der Schuld fest.*

Zu fordern ist weiterhin – mit den Familien und Angehörigen der Opfer – 1.) die vollständige Aufklärung der Taten des „Nationalsozialistischer Untergrunds“ und deren Hintergründe, 2.) eine Gedenktafel mit den Namen der Mordopfer an einem geeigneten Ort in unserer Stadt.

* = Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig!

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