„Sozial ist, was Wohnraum schafft!“

„Jena eine Richtung geben“, so der Titel des Kommunalwahlprogramms der Jenaer FDP (man kann es sich HIER nochmals ansehen) durch das die Freien Demorkraten im Mai in unserer Stadt erstmals drittstärkste Partei geworden waren. Darin geht es auch um den Sozialen Wohnungsbau. Wer hiervon redet, meint im Grunde bezahlbaren Wohnungsbau. Keine Frage: Wohnen gehört zu den existenziellen Grundbedürfnissen der Menschen: Deshalb sollte nach den Vorstellungen der Liberalen der Rahmen geschaffen werden, dass die Wünsche und Vorstellungen der Bürger vom Wohnen zu erreichen sind.

So muss neben der Sanierung des Gebäudebestandes unserer Stadt, der eine Beschleunigung ohne Explosion der Mieten benötigt, auch der zunehmende Bedarf an altersgerechten, barrierefreien Wohnungen und passendem Wohnraum für Einpersonenhaushalte oder Familien mit mehr als zwei Kindern vorangetrieben werden. Gerade zu diesem Thema hat Ortsteilratsmitglied und Ex-Ortsteilbürgermeisterkandidat Rainer Sauer in den letzten Monaten Gespräche mit Wohnungsgesellschaften und – genossenschaften geführt.

Beim „Rendez-vous mit dem Vorstand“ konnte man / frau sich bei einem Rundgang ein Bild von den Wohnbaukonzepten der WG „Carl Zeiss“ in Jena-Nord machen

Überraschend für manchen Bürger ist: Die Freien Demokraten in Jena sind keinesfalls gegen den Sozialen Wohnungsbau, zweifeln aber an der Grundidee des beleggebundenen Wohnungsbaus, denn starre Quoten bei der Neuerschließung von Baugebieten oder die Vorgabe an Investoren, wie viele gebundene Wohnungen bei einem Projekt zu schaffen sind, hemmen nur die Entwicklung und das Realisierungstempo im Bausektor.

Das einzig probate Mittel, Wohnen beispielsweise in Jena-Nord auch für einkommensschwache Bevölkerungsschichten erschwinglich zu halten, sei Bauen, Bauen, Bauen, so die Liberalen. Wenn sich die privaten Vermietenden aus dem Markt zurückziehen, verknappt das Wohnungsangebot weiter, die Chancen auf bezahlbaren Wohnraum werden dadurch schlechter.

Die FDP Jena macht sich dafür stark, die Strategie für Wachstum und für mehr Bauland unseres Oberbürgermeisters konsequent umzusetzen. Damit nehmen wir Nachfragedruck vom Markt und so wird Wohnraum bezahlbar. Mit Konzeptvergaben werden Anreize für preiswerten Wohnungsbau gesetzt, wobei belegungsgebundener Wohnungsbau die Sache zwischen Investor und Fördermittelgeber ist.

Und was ist mit der „Re-Kommunalisierung von JenaWohnen“?

Aus Sicht der Jenaer Liberalen, sind die aktuellen Forderungen um die Re- Kommunalisierung von JenaWohnen ideologische Schattendiskussionen. Auch ein Grund, weshalb die Mehrheit des Jenaer Stadtrats der entsprechenden Beschlussvorlage keine Mehrheit gab. Damit setzte er sich dafür ein, dass das Erfolgsmodell JenaWohnen als Tochterunternehmen der Stadt fortgesetzt wird.

Eine Re-Kommunalisierung der nichtstädtischen Anteile von JenaWohnen in Verbindung mit unwirtschaftlichen, politisch-festgelegten Mietreduzierungen schade dem Bau neuer Wohnungen und dem Ziel bezahlbarer Mieten, sind die Freien Demokraten überzeugt. Hinzu käme, dass der enorme finanzielle Aufwand für den Kaufpreis und der Verzicht auf Gewinne JenaWohnen als Investor für dringend benötigten Wohnraum ausschalten würde.

Deshalb meint auch Rainer Sauer: „Sozial ist, was Wohnraum schafft!“

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