Jenawohnen & Co in Jena-Nord: „Sozial ist, was Wohnraum schafft!“

„Jena eine Richtung geben“, so der Titel des Kommunalwahl-Programms der Jenaer FDP (man kann es sich HIER ansehen) durch das die Freien Demorkraten im Mai in unserer Stadt erstmals drittstärkte Partei geworden waren. Darin geht es auch um den Sozialen Wohnungsbau. Wer hiervon redet, meint eigentlich bezahlbaren Wohnungsbau.

Keine Frage: Wohnen gehört zu den existenziellen Grundbedürfnissen der Menschen: Deshalb sollte nach den Vorstellungen der Liberalen der Rahmen geschaffen werden, dass die Wünsche und Vorstellungen der Bürger vom Wohnen zu erreichen sind. So muss neben der Sanierung des Gebäudebestandes unserer Stadt, der eine Beschleunigung ohne Explosion der Mieten benötigt, auch der zunehmende Bedarf an altersgerechten, barrierefreien Wohnungen und passendem Wohnraum für Einpersonenhaushalte oder Familien mit mehr als zwei Kindern vorangetrieben werden.

Beim „Rendez-vous mit dem Vorstand“ konnte man / frau sich im Frühjahr 2019 bei einem Rundgang ein Bild von den Wohnbaukonzepten der WG „Carl Zeiss“ in Jena-Nord machen. (vorne links WG „Carl Zeiss“-Vorstand Friedrich-Wilhelm Gebhardt, rechts neben ihm Rainer Sauer)

Gerade zu diesem Thema hat Ortsteilratsmitglied und Ex-Ortsteilbürgermeisterkandidat Rainer Sauer in den letzten Monaten Gespräche mit Wohnungsgesellschaften und – genossenschaften geführt. Angesprochen auf den gerade im Jenaer Stadtrat gescheiterten Antrag der Partei DIE LINKE, eine „Rekommunalisierung von Jenawohnen“ zu prüfen sagt Sauer: „Die Freien Demokraten in Jena sind keinesfalls gegen den Sozialen Wohnungsbau, zweifeln aber an der Grundidee des beleggebundenen Wohnungsbaus.“ Starre Quoten bei der Neuerschließung von Baugebieten oder die Vorgabe an Investoren, wie viele gebundene Wohnungen bei einem Projekt zu schaffen sind, hemmen seiner Meinung nach nur die Entwicklung und das Realisierungstempo im Bausektor.

Weshalb sollte es keine Rekommunalisierung von Jenawohnen geben? Sauer: „Aus meiner Sicht sind und waren die Forderungen um eine Rekommunalisierung von Jenawohnen ideologische Schattendiskussionen. Die Jenaer FDP und Oberbürgermeister Dr. Nitzsche setzen sich dafür ein, dass das Erfolgsmodell Jenawohnen fortgesetzt wird. Eine Rekommunalisierung der nichtstädtischen Anteile von Jenawohnen in Verbindung mit unwirtschaftlichen, politisch-festgelegten Mietreduzierungen schadet dem Bau neuer Wohnungen und dem Ziel bezahlbarer Mieten.“ Und er fügt an, dass der enorme finanzielle Aufwand für den Kaufpreis und der Verzicht auf Gewinne Jenawohnen als Investor für dringend benötigten Wohnraum ausschalten würde,, hinzu käme. Das habe die Mehrheit im Stadtrat genauso oder ähnlich gesehen, so der Diplom-Verwaltungswirt im Ortsteilrat Jena-Nord.

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Und er stellt klar: Das einzig probate Mittel, Wohnen in Jena-Nord auch für einkommensschwache Bevölkerungsschichten erschwinglich zu halten, ist Bauen, Bauen, Bauen. Wenn sich die privaten Vermietenden aus dem Markt zurückziehen, verknappt das Wohnungsangebot weiter, die Chancen auf bezahlbaren Wohnraum werden dadurch schlechter. Deshalb: „Sozial ist, was Wohnraum schafft!“

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