„Es gibt kein Vergessen“ – Die Opfer der „NSU“-Morde: Abdurrahim Özüdoğru († 13.06.2001)

Abdurrahim Özüdoğru betrieb in einem ruhigen Wohngebiet von Nürnberg eine kleine Änderungsschneiderei. Der 49-Jährige lebte schon seit mehr als 20 Jahren in Deutschland und war in seinem Viertel geschätzt und beliebt. Am 13. Juni 2001 betreten die gebürtigen Jenaer Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die gemeinsam mit der Jenaerin Beate Zschäpe die Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ gegründet hatten, gegen 16:30 Uhr Özüdoğrus Laden in der Gyulaer Straße / Ecke Siemensstraße und richten ihn mit mehreren Kopfschüssen kaltblütig hin. Er war das zweite Opfer der „NSU“-Mordserie.

Nach der Aufdeckung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ und der Festnahme von Beate Zschäpe in Jena, kam es vor dem Oberlandesgericht München zu einem mehrjährigen Prozess, zu dessen Ende Zschäpe im letzten Jahr als Mittäterin der Ermordung von zehn Menschen und anderer Taten vom Oberlandesgericht München zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Das Gericht stellte die zudem bei ihr die besondere Schwere der Schuld fest.*

Zu fordern ist weiterhin – mit den Familien und Angehörigen der Opfer – 1.) die vollständige Aufklärung der Taten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ und deren Hintergründe, 2.) eine Gedenktafel mit den Namen der Mordopfer an einem geeigneten Ort in unserer Stadt.

Beachten Sie zum Thema auch DIESEN Bericht und die Artikel über die anderen Opfer der „NSU“-Mordserie.

* = Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig!

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